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Sofas und Katzen – welcher Stoff kommt infrage?

Katze auf Sofa
Sie sehen ein wunderschönes neues Sofa. Ihre Katze sieht ein wunderschönes neues Nagelstudio. Da besteht ein offensichtlicher Interessenskonflikt. Sofas und Katzen – kann das überhaupt gut gehen? Was Katzenhalter bei der Anschaffung von neuen Polstermöbeln beachten sollten, erfahren Sie hier:
Vorab die schlechte Nachricht: Das hundertprozentig katzensichere Sofa gibt es nicht. Und wenn Sie sich keine Holzbank vor den Fernseher stellen wollen, müssen Sie immer damit rechnen, dass die Stubentiger mit ihren Krallen Spuren hinterlassen. Die gute Nachricht: Es gibt Bezüge, die sehr viel aushalten und sich somit auch für Tierhaushalte eignen.

 

Der richtige Stoff für Katzenhalter

Falls Sie sich die Wohnung mit einem oder mehreren felinen Mitbewohnern teilen, empfehlen sich bei der Anschaffung eines Sofas Stoffe aus Kunstfaser. Baumwollstoffe, so angenehm sie sich auch anfühlen, sind anfälliger für Verschmutzung und auch Fäden werden hier leicht(er) herausgezogen. Flachgewebe aus Polyester bieten den gleichen Komfort, zeichnen sich dabei aber durch Langlebigkeit und hohe Widerstandsfähigkeit aus. Eine gute Maßzahl dafür ist der Martindale-Wert. Beschreibt er eigentlich die Abriebfestigkeit (d.h. wie oft muss man über eine Stelle scheuern, bis merkliche Schäden im Stoff entstehen), gibt er auch eine Orientierung über seine Robustheit. Bei Möbelbezügen wird ein Wert ab 25.000 Scheuertouren empfohlen, Textile aus Kunstfaser weisen oft einen Wert von 40.000 oder mehr auf. Noch wichtiger ist allerdings die Webart des Stoffes. In grobmaschigeren Stoffen bleiben die spitzen Krallen leicht hängen und ziehen Fäden heraus, bei feinmaschigen Bezügen ist diese Gefahr weniger gegeben. Zumal lassen sich auf dicht gewebten Stoffen die herumliegenden Haare leichter abbürsten bzw. -saugen. Sofas mit Mikrofaser-Bezügen sind da besonders hervorzuheben, da diese Textilien aufgrund ihrer Struktur sehr unempfindlich sind.
Tipp: Bei Polstermöbeln mit abnehmbaren Bezügen, wie einigen unserer Schlafsofas und -sessel, sind Sie auf der sicheren Seite: Mit einem Wechselbezug sieht das Möbel wieder aus wie neu, ohne dass Sie sich ein neues anschaffen müssen.

 

Wie sich Ledersofa und Katzen vertragen

Ledercouches, -sessel und –stühle haben eine glatte Oberfläche, weswegen sie in manchen Haushalten verschont werden. Denn grundsätzlich sind Stoffe aufgrund ihrer rauen Struktur einladender zum Krallenwetzen. Absolute Sicherheit gibt es da jedoch nicht. Denn nicht nur bei der Krallenpflege, auch beim alltäglichen Spielen und Herumtoben hinterlassen die Stubentiger ihre Spuren. Die Beschichtung von Semianilinleder kann durch Katzenkrallen beschädigt werden, auch beim unbeschichteten Anilinleder bleiben mitunter sichtbare Kratzer. Kunstleder ist weicher und noch krallenanfälliger, weswegen die gar-nicht-so-samtigen-Pfötchen tiefere Spuren hinterlassen als beim robusten Echtleder. Unter dem Aspekt der Sauberkeit ist ein Ledermöbel in jedem Fall vorteilhaft: Schließlich ist es leicht abgewischt, und auch Haare können sich auf der glatten Oberfläche nicht verhängen.

Tipp: Mit einem Lederpflegemittel können Sie leichte, oberflächliche Kratzer kaschieren.

 

Bezugsstoffe vorab testen

Über die Beschaffenheit eines Bezugsstoffs geben die Fotos auf unserer Website bei jedem Möbel gute Anhaltspunkte. Noch sicherer können Sie jedoch beim Test in natura sein. Wir schicken Ihnen gerne kostenlos Stoffmuster zu, die Sie unter realen Bedingungen dem Härtetest unterziehen können. Wie viel Haare bleiben hängen? Wie stabil fühlt sich der Stoff an? Wie leicht kann man mit einem spitzen Gegenstand Webfäden herausziehen? Probieren Sie es gerne aus.

 

Mensch – Katze – Couch: So klappt das Zusammenleben

Am besten ist es natürlich, wenn Ihr Liebling die Couch von vorne herein in Ruhe lässt. Leider sind Katzen bekanntermaßen recht eigenwillig und lassen sich das nicht einfach vorschreiben. Das können Sie unternehmen, um Ihr wertvolles Möbel zu schützen:

  • • Sorgen Sie für ausreichend Kratz-Alternativen. Ein Kratzbaum mit Sisalstrick oder ein Kratzbrett aus Wellpappe kommen den Kratzbedürfnissen der Tiere entgegen. Mit Katzenminze, die auf die Tiere anziehend wirkt, gewöhnen Sie Ihre Katze an ihre Kratzstätte.
  • • Machen Sie ihr mit einem lauten „Nein“ sofort deutlich, dass das Sofa tabu ist – und tragen Sie sie dann zu ihrem Kratzbaum. Das schließt jedoch nicht aus, dass in Ihrer Abwesenheit nicht doch weitergekratzt wird.
  • • Im Tierhandel gibt es Katzenabwehrspray, das für die Katze ungefährlich ist, aber abschreckend wirkt. Im Innenraum sollten Sie Mittel auf natürlicher Basis bevorzugen. Auch Tücher mit Zitrus- und Mentholduft machen das Möbel weniger attraktiv zum Wetzen.
  • • Schützen Sie das Sofa tagsüber und nachts mit einem Überwurf oder einer Tagesdecke – das erspart Ihnen das Absaugen der Tierhaare.

 

Fazit

Wir hoffen, dass Sie und Ihr felliger Freund sich mit diesen Empfehlungen arrangieren können! Unsere Sofas finden Sie hier – filtern Sie gegebenenfalls nach der passenden Stoffart! Wenn Sie weitere Hilfe zur Auswahl Ihres Sofas benötigen, können Sie sich stets an unser Berater-Team oder die Experten in einem unserer Showrooms wenden.