Die Basics des Skandi-Designs

Esszimmer im Skandi-Design
Esstisch Viggo | Polsterstühle Loca

 

Der skandinavische Wohnstil ist einer der beliebtesten auf Fashion For Home – und nicht nur das, sondern auch weltweit. Doch was macht ein Möbelstück eigentlich “skandinavisch”, und was zeichnet Skandi-Design im Einzelnen aus? Wir stellen die Hauptzutaten vor.

 

Helles Holz und andere Naturmaterialien

 

Wer denkt bei Schweden und Norwegen nicht gleich an endlose Wälder? Klar, dass Holz im Übermaß vorhanden ist, und dabei besonders Holzarten wie Fichte oder Kiefer. Beine aus Holz sind also schon mal ziemlich nordisch – besonders, wenn sie mit weißen Hochglanzflächen kombiniert werden.

Auch Filz, Wolle, Textil und Fell spielen eine traditionelle Rolle und werden gerne für Akzente eingesetzt. Sie sind verantwortlich für das heimelige Gemütlichkeits-Gefühl.

Eine helle Farbpalette

Je weiter man an den Pol kommt, desto weniger Sonnenstunden gibt es im Winter. Klar, dass man sich die dunkle Jahreszeit, in der man die meiste Zeit in seiner Behausung verbringt, möglichst leicht machen will. (Unter anderem) deswegen ist der nordische Wohnstil von viel Weiß geprägt. Ergänzend zu Holz und Weiß kommt eine Palette aus leichten, pastelligen Farbtönen mit vereinzelten kräftigen Akzenten ins Spiel, etwa auf Dekokissen oder einzelnen Flächen. Die Maxime: Farbe ja, aber nicht zu bunt gemischt, eher in Flächen eingesetzt und wohl aufeinander abgestimmt.

Reduzierte, aber schwungvolle Formensprache

 

Formschöne Skandi-Möbel

Sofa Aya | Sessel Houston I

 

Bis heute zehrt das skandinavische Design von den legendären Vorreitern des Mid-Century. Die Dänen Hans Wegner, Arne Jacobsen, Poul Henningsen oder auch Alvar Aalto und Eero Saarinen aus Finnland schufen Klassiker, die bis heute nichts von ihrer Attraktivität eingebüßt haben. Ikonen wie der Egg Chair, der Wishbone Chair oder die Stehleuchte Grasshopper stehen bis heute für eine verspielte, aber doch klare Formensprache ohne viele Schnörkel. Die sanften, eleganten Rundungen der 50er und 60er sind bis zum heutigen Tag ein beliebtes Gestaltungsmittel im Skandi-Design. Sehr beliebt sind etwa schräg abgestellte, runde Holzbeine, die auch geräumigen Kastenmöbeln optische Leichtigkeit verleihen.

Geometrische Muster

Neben den Formen der Möbel ist auch nordisches Grafikdesign stilprägend. Gerade in Sachen Textildesign waren die skandinavischen Länder Vorreiter einer modernen, reduzierten Formensprache. Dreiecke, Zacken, Wellenmuster und farbige Flächen machen typische Skandi-Muster aus. Diese setzen geometrische wie farbliche Akzente und sorgen mitunter auch für reizvolle Kontraste zu den eher rund gehaltenen Möbel-Silhouetten. Der Trick ist, diese Elemente im richtigen Maß einzusetzen, damit sie richtig zur Geltung kommen. Ein Beispiel wäre ein zackig gemustertes Kissen auf einem monochromen Sofa.

 

Skandi_Design_3

Pendelleuchte Skulpa | Kissen TriangulusSpike und Dimensions

Die Philosophie: Lagom

Lagom (ausgesprochen: lah-gomm) ist ein schwedisches Wort und ist bedeutet etwa “das richtige Maß”. Dabei handelt es sich nicht nur um eine Trendbegriff, sondern eine ganze Lebenseinstellung, die danach trachtet, bei allem den ausgeglichenen Mittelweg zu finden: nicht zu viel, nicht zu wenig, sondern genau richtig.

Wenn man Skandi-Interieurs durch diese Brille betrachtet, lässt sich dieses Lagom in allen Bereichen wiederfinden. Nicht überbordend bunt, nicht zu eintönig, eben genau richtig. Nicht komplett minimalistisch, aber auch nicht wild-ungeordnet, eben genau richtig. Nicht verschwenderisch, aber auch nicht asketisch, eben genau richtig.

Auch wenn dieses Schlagwort erst in letzter Zeit zu uns herübergeschwappt ist, zeichnet es doch schon immer die nordische Mentalität aus, im Einklang mit Natur und sich selbst zu leben. Diese offenkundige Harmonie ist wohl auch ein Grund, warum der skandinavische Stil so populär geworden ist.

Das Lebensgefühl: Hygge

Am Trendwort ‘hygge’ kam man in den letzten Jahren nicht vorbei. Das dänische Wort lässt sich grob mit “Gemütlichkeit” übersetzen, transportiert jedoch ein ganzes Lebensgefühl, das man schwer mit Worten beschreiben kann. Da sich in dieser schnelllebigen, unsicheren und komplexen Welt aber wohl jeder nach einem Ort sehnt, der Sicherheit, Geborgenheit und Wärme vermittelt, ist Hygge DAS Ding der letzten zwei Jahre geworden.

 

Skandi-Design Sideboard und Sofa

Sideboard Loca I | Sofa Bora II

 

Die Zutaten für hyggeligte Momente sind schnell erklärt: Alles, was einem Wohlbefinden verschafft. Dabei geht es darum, sich mit dem zu umgeben, was man liebt. Das können persönliche Lieblingsstücke sein oder neue Skandi-Möbel. Für die richtige Atmosphäre sollten Kerzen in schönen Kerzenständern ihr warmes Licht verbreiten. Um es richtig kuschelig zu machen, sollten auch Wohlfühl-Stoffe wie Fell oder Samt nicht fehlen. Doch nicht nur Gegenstände machen das Hygge-Gefühl aus, sondern auch die entsprechende Lebenseinstellung, die Ruhe, Genuss, Fröhlichkeit und Gemeinschaft in den Vordergrund stellt. Hygge kann man nicht kaufen, hygge muss man leben.

Fazit

Die harmonische Erscheinung und geschmackvolle Ausgewogenheit machen den Skandi-Stil zum Dauerbrenner. Seine Formen sind im besten Sinne zeitlos. Kein Wunder also, wenn wir uns auch südlich der dänischen Grenze eine gute Scheibe vom nordischen Stilbewusstsein abschneiden möchten!

 

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