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Inspiration

Interview: Zu Besuch bei Leonhard Pfeifer

Leonhard Pfeifer ist Designer aus Leidenschaft. Der gebürtige Neuseeländer mit eigenem Studio in London lässt sich bei seinen Entwürfen von der Natur, aber auch von alltäglichen, ganz unterschiedlichen Reizen inspirieren. Die Holzkreationen des dreifachen Gewinners des Design Guild Mark Awards folgen dem Prinzip von minimalistischem Design und werden durch prägnante Details in Farbgebung, Form oder Funktion zu wahren Hinguckern.

Wir haben Leonhard Pfeifer zum Interview getroffen:

 

Was hat dich darin beeinflusst, Möbeldesigner werden zu wollen?

Seit ich denken kann habe ich viel Zeit in der Antiquitätenwerkstatt meines Vaters verbracht, sie war erfüllt von diesem speziellen Möbellack-Geruch. Dort habe ich dann gesessen und ihn fasziniert dabei beobachtet, wie er Strich für Strich frisches Leinsamöl auf kostbare jahrzehntealte Antiquitäten auftrug und anschließend polierte. Möbel waren also eigentlich schon immer ein wichtiger Teil meines Lebens.

 

 

Glaubst du, dass es gutes oder schlechtes Design gibt? Wenn ja, was ist für dich gutes Design? Wenn nein, warum nicht?

Wer oder was inspiriert dich – wie findest du Inspiration?

Nach Abschluss meines Studiums bin ich einige Jahre durch Europa, die Vereinigten Staaten und Teile Asiens gereist. Meine wenigen Besitztümer trug ich während der gesamten Reise auf meinem Rücken mit mir umher – eine Erfahrung, die mich persönlich, und später auch meine Arbeit als Designer geprägt hat. Aus jenen Tagen resultiert meine Wertschätzung für multifunktionales, adaptives Design.

Je nach Auftrag begebe ich mich bewusst auf die Suche nach einer Inspirationsquelle: das können beispielsweise charakteristische Merkmale aus Kunst- oder Designbewegungen des vergangenem Jahrhunderts sein, etwa aus Zeiten des Art Déco, der Bauhaus Ära oder der Klassischen Moderne. Ich besuche auch viele Ausstellungen. Das ist einer der Vorteile wenn man in London lebt: Hier findet man an jeder Ecke Inspirationen – je verrückter, desto besser.

Inspiration kann aber auch aus zufälligen Reizen entstehen. Diese Stimuli können von Menschenhand geschaffene Artefakte sein, aber auch der Natur entstammen. Einer meiner letzten Entwürfe, eine Vitrine, ist zum Beispiel vom lamellenartigen Muster eines hölzernen Zaunes inspiriert, den ich letzten Sommer in einer ländlichen Gegend Estlands entdeckte.

 

 

Sideboard Narvik
Sideboard Narvik

 

 

„Zuhause” – was bedeutet das für dich?

Das ist gar nicht so leicht zu beantworten. Der Begriff kann eine andere Bedeutung annehmen, immer abhängig davon, in welchen Kontext man ihn setzt. Für mich bedeutet „Zuhause“ manchmal Neuseeland, denn da wurde ich geboren, manchmal aber auch Australien, wo ich studiert habe und 15 Jahre lang gelebt habe. Oder auch London, wo ich mittlerweile seit mehr als 14 Jahren wohne. Vielleicht ist es so: Es ist ein Ort, den man in sein Herz geschlossen hat, ein Ort, von dem man sich nicht verabschiedet.

 

Welche Tipps hast du für unsere Kunden, die ihr Zuhause neu einrichten wollen?

Beim Kauf eines neuen Möbels muss man bereit sein, dieses in sein Leben zu integrieren, es täglich um sich zu haben und zu nutzen. Viele erliegen einem Kaufrausch, ohne sich vorher bewusst zu sein, was einem für das eigene Zuhause wichtig ist. Dabei ist es sinnvoll, schon vor dem Kauf eine klare und konsistente Vorstellung vom eigenen Zuhause zu haben, damit das neue Möbelstück auch optimal in dieses Bild passt.

 

Was darf in einer stilvollen Inneneinrichtung nicht fehlen?

Gäste auch zuhause angemessen zu empfangen und zu bewirten ist ein entscheidender Aspekt unseres gesellschaftlichen Lebens. Daher denke ich, dass eine gut-sortierte Minibar in jedem Haus ihren Platz haben sollte. Meine eigene ist ein richtiges Schmuckstück geworden: Sie ist eine recht kompakte und vielseitige Erweiterung für jeden Wohnraum. Die Klapptüren lassen sich von beiden Seiten öffnen und präsentieren den großzügigen Stauraum im Inneren, der ideal für schöne Flaschen und Gläser ist. Die Besonderheit dieses Stücks sind aber eindeutig die zusätzlichen Stellflächen, die durch die geöffneten Klapptüren entstehen. So kann man die Minibar komfortabel neben einem Sofa platzieren, wie einen Beistelltisch. Das ist nicht nur im Alltag praktisch, sondern eben auch bei der stilvollen Dinnerparty zuhause.

 

 

Regal Ohio I
Regal Ohio I

 

 

Und was wäre ein absolutes No-Go für dich, wenn es um Einrichtung geht?

Als Sohn eines Restaurators für Antiquitäten bin ich in einem Umfeld aufgewachsen, in dem ich immer von Möbeln von außergewöhnlicher Qualität umgeben war – Möbel, die sich teils über Jahrhunderte bewährt haben und von Generation zu Generation weitergegeben wurden. Viele moderne Designobjekte werden auch heute mit einem hohen Qualitätsstandard hergestellt – viele jedoch auch nicht. Ein No-Go ist für mich daher ein Möbel von minderer Qualität. Es lohnt sich immer, lieber ein wenig zu warten und dann in ein langlebiges Möbel zu investieren, das nach hohen Design- und Produktionsstandards gefertigt wurde. Denn schon ein altes Sprichwort besagt: „Der bittere Nachgeschmack schlechter Qualität verbleibt noch lange nachdem die Süße des vermeintlich niedrigen Preises bereits vergessen ist.“

 

Stichwort Nachhaltigkeit: Wie wichtig ist dir das Thema beim Design? Und wie findet man die richtige Balance bei der eigenen Einrichtung?

Nachhaltigkeit ist ein wichtiges Thema bei meiner Arbeit und beeinflusst entscheidend die Wahl der Produktionsstätten mit denen ich zusammen arbeite. Es gibt viele Möglichkeiten, nachhaltige oder ökologisch bewusste Produkte herzustellen. Ich persönlich achte besonders auf die CO2-Bilanz meiner Möbel. Aus diesem Grund arbeite ich nur mit Betrieben zusammen, die ihr Holz aus nachhaltig bewirtschafteten Wäldern beziehen, es regional verarbeiten und dann an heimische Märkte beliefern. So sind alle meine Designs, die in Europa verkauft werden, auch in Europa produziert worden und aus Europäischem Holz gefertigt – und nicht etwa aus Holz, das vorher einmal um die halbe Welt geschifft wurde.

 

Leonhard Pfeifer, wir bedanken uns herzlich für das interessante Interview!

 

Lesen Sie weitere Interviews und Designerportraits in unserem Magazin.

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